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Archiv für Juli, 2009

Die Natur hat die Faxen dicke!

Während ich diese Zeilen schreibe, verdunkelt sich da draußen der Himmel, Bäume werden in Sturmböen herumgeworfen, Regen peitscht fast waagerecht durch die Luft, Blitze durchzucken den Himmel, ein Kleinwagen fliegt am Balkon vorbei und auf dem Nachbargrundstück tut sich die Erde auf und brodelndes Magma bahnt sich seinen Weg durch den Rhododendron. Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber das wird noch.

Die Natur zeigt uns immer wieder gerne, was sie drauf hat und dass sie sich sich nicht alles gefallen lässt. Es kommt mir immer mehr so vor, als streckte sie uns hämisch grinsend den Mittelfinger ins Gesicht und holt mit der anderen Hand ein paar kindskopfgroße Hagelkörner aus dem Jutebeutel.

Anfang Juli wird in Baden-Württemberg Schnee geschippt und in Sachsen-Anhalt muss nun wohl oder über auch die letzte Jungglatze schwimmen lernen für den Weg ins JuZe. Das sind alles Zeichen die die Natur setzt, wenn wir sie der Einfachheit halber mal eben personalisieren. So wird es eh bald auf der BILD-Zeitung prangen: “He Natur, es reicht! Mach mal wieder Sommer!”. Putzig.

Hier in Ehrenfeld hat die Natur aber schon vor geraumer Zeit gezeigt, dass sie nicht mehr auf Kuscheln aus ist. Vielleicht wurde es übersehen, wahrscheinlich ignoriert. Hätte mal jemand ein paar Jahre früher das folgende Bild beim Klimagipfel gezeigt, hätte es vielleicht dafür gesorgt, dass man etwas früher auf die Natur zugegangen wäre und auch mal gefragt hätte: “Na? Wie geht’s?”

Dieser Baum sagt doch mit aller Deutlichkeit: “Fass mich nicht an!” Hätte man mal auf ihn gehört…