Alf Iron
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Aber schön ist es nicht…

Okay. Kurz, aber auch nur ganz kurz möchte ich mich auch mal über das Wetter auslassen. Aber nur dieses eine Mal. Denn ich finde es elend, müßig und überaus fad, wenn sich die Menschen über das Wetter auslassen, als ob es zum Vorstand von Porsche gehört oder als ob “Arcandor” auf des Wetters Visitenkarte stünde. “Das ist doch kein Sommer!”, höre ich jetzt schon wieder mit erhobenem Zeigefinger und mit Vorwurf in der Stimme flatternd poltern. “Ich glaube, wir hatten noch keinen wirklich schönen Tag dieses Jahr!”. Stimmt nicht und wenn, dann ist es auch egal.
Ich bin sicher kein Freund von gesellschaftlicher Duldungsstarre und Duckmäusertum, geschweigedenn von opportunistischem Heischen, aber beim Thema Wetter gilt es doch nun wirklich einfach mit den Schultern zu zucken, einen beherzten Griff in den Kleiderschrank und, wenn von Nöten, einen ähnlich beherzten Griff zum Regenschirm. Dran ändern können wir eh nix, es sei denn wir sind Michi Ballack, der in der aktuellen Werbung seine handverlesenen Hirnzellen um sein nächstes Urlaubsziel kreisen lässt. Der und ein paar andere könenn das nämlich: Rausgucken, Regen sehen, zum Flughafen fahren und dahin fliegen, “wo’s endlich mal nicht regnet” (O-Ton eines Vollprolls gestern in der U-Bahn).

Die meisten können das nicht und ziehen ien mürrisches Gesicht, wenn sie durch den Regen stapfen oder ihr neu erstandenes Netzhemd immer noch nicht anziehen können, weil’s zu kalt ist.
Ein mürrisches Gesicht kann ja ziehen, macht ja nichts. Aber bitte nicht über das Wetter jammern oder gar halsen/beschimpfen. Denn zum Beschimpfen bedarf es eines Rezipienten. Den finden wir allerallerhöchstens auf der Liste der Umweltverschmutzer. Wir könnten also China beschimpfen, aber da gibt es meiner Meinung nach noch ein paar andere Punkte auf der Liste, bevor mich bei China über Umweltverschmutzung auslasse. Nicht viele Punkte, aber immerhin.
Immerhin kann man ja auch auf die Sonnenbank gehen, wenn man durch geschicktes Umfärben der Haut ein Sommergefühl erzeugen möchte, kann dies schon nicht die Jahreszeit erreichen. Ist zwar auch nicht gut, aber da ist ja jeder für sich selbst verantwortlich.
Vermieden werden sollte in diesem Zusammenhang alldings die “Mystik Tan Spray Kabine”. Allein schon ob der hanebüchenen englischen Orthographie. Denn schön ist das nicht:

Die Natur hat die Faxen dicke!

Während ich diese Zeilen schreibe, verdunkelt sich da draußen der Himmel, Bäume werden in Sturmböen herumgeworfen, Regen peitscht fast waagerecht durch die Luft, Blitze durchzucken den Himmel, ein Kleinwagen fliegt am Balkon vorbei und auf dem Nachbargrundstück tut sich die Erde auf und brodelndes Magma bahnt sich seinen Weg durch den Rhododendron. Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber das wird noch.

Die Natur zeigt uns immer wieder gerne, was sie drauf hat und dass sie sich sich nicht alles gefallen lässt. Es kommt mir immer mehr so vor, als streckte sie uns hämisch grinsend den Mittelfinger ins Gesicht und holt mit der anderen Hand ein paar kindskopfgroße Hagelkörner aus dem Jutebeutel.

Anfang Juli wird in Baden-Württemberg Schnee geschippt und in Sachsen-Anhalt muss nun wohl oder über auch die letzte Jungglatze schwimmen lernen für den Weg ins JuZe. Das sind alles Zeichen die die Natur setzt, wenn wir sie der Einfachheit halber mal eben personalisieren. So wird es eh bald auf der BILD-Zeitung prangen: “He Natur, es reicht! Mach mal wieder Sommer!”. Putzig.

Hier in Ehrenfeld hat die Natur aber schon vor geraumer Zeit gezeigt, dass sie nicht mehr auf Kuscheln aus ist. Vielleicht wurde es übersehen, wahrscheinlich ignoriert. Hätte mal jemand ein paar Jahre früher das folgende Bild beim Klimagipfel gezeigt, hätte es vielleicht dafür gesorgt, dass man etwas früher auf die Natur zugegangen wäre und auch mal gefragt hätte: “Na? Wie geht’s?”

Dieser Baum sagt doch mit aller Deutlichkeit: “Fass mich nicht an!” Hätte man mal auf ihn gehört…

… und dann war ich ein Comedian.

Als vehementer Gegner dieses viel zu häufig, ja so ziemlich ausgeleierten Begriffes “Comedian” möchte ich eigentlich nicht so genannt werden. Aber okay, war ja nett gemeint.

Froh bin ich trotzdem, dass ich als Teil des Deutzkultur-Festes eine Lesung veranstalte. Wer kommen mag, der komme gerne, ich freue mich drauf! Mehr Informationen gibt es hier.

Von wegen tote Sprache!

Da soll nochmal jemand sagen, dass Latein eine tote Sprache sei! Quatsch! Die ist quicklebendig und wohnt in der Simrockstr. in Köln.

Juhuu! Es ist ein Buch!

Da ist die Freude aber groß. Mein erstes eigenes Buch! Na gut, quasi selbst verlegt bei Books on demand, aber immerhin! Da hat man was zu schenken und auch etwas um draus vorzulesen. Und es ist wie mit den schönsten Weihnachtsgeschenken: Alles selbstgemacht. Das Cover, die Fotos und so weiter.

Ich bin jedenfalls stolz drauf und so sieht’s aus:

Und es ist käuflich! Am Besten über den Internet-Buchhändler Eures Vertrauens, zum Beispiel hier:

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Oder Ihr kommt mal zu einer Lesung und könt dort mal reinschnuppern.

Süsser die Glocken nie klingen…

Da stehe ich nun und weiß gar nicht warum. Zweiter Adventssamstag in der Kölner Innenstadt im Kaufhof. Habe vergessen wieso ich hier bin, habe vergessen wie ich hierher gekommen bin, habe vergessen wie ich hier wieder rauskomme.
Dante beschreibt es in seinem ersten Gedicht von der Hölle absolut treffend und gibt mir unschuldigerweise auch eine Einleitung  zu diesem Text:
„Mitten in der Hälfte menschlicher Lebenszeit befand ich mich in einem düstern und grausen Walde, weil ich mich von dem rechten Wege verirret hatte. Und so schwer es ist, zu sagen, wie dieser wilde, rauhe und starke Wald eigentlich war, dessen Angedenken Furcht und Schrecken wieder in mir erneuert - eben so schmerzhaft ist es, und nur der Tod wird wenig schrecklicher seyn.
Allein um des Guten willen, so ich da fand, will ich andere Sachen erzählen, die ich daselbst erfahren habe.“ Wobei Wald natürlich mit Kaufhof zu ersetzen ist. hier weiterlesen

Eine neue Lesebühne: Die Pointe

Nach längerer Abstinenz habe ich wieder eine Lesebühne in’s Leben gerufen: Die Pointe!

Ich freue mich nun jeden ersten Sonntag im Monat auf zwei Gäste, die Euch, dem lieben Publikum, die Ohren verzaubern werden. Das Prinzip ist recht einfach: Wir lesen Euch 45 Minuten lang abwechselnd etwas aus eigener Feder vor, dann ist Pause, anschließend eine zweite Runde. Quasi zwei Schulstunden mit großer Pause.

Meine ersten Gäste sind am 07.12. der fantastische Florian H.H. Graf von Hinten, Preisträger diverser Auszeichnungen, Initiator des Kleingeistes in Bonn und mein Rosenkriegs-Kompagnon und der fabelhafte Florian Cieslik, ebenfalls hoch dekorierter Dichter, Lyrocker und Macher des Basspoems im Raketenclub in Köln. Am 07. Dezember betreten also drei Florians die Bühne und lesen los!

Ort ist das NYX in der Vorgebirgsstr. 19 in Bonn, dort wo auch der Rosenkrieg stattfindet, los geht’s um 20 Uhr, Eintritt am Abend kostet EUR 5, Vorverkaufskarten gibt es ab Sonntag (23.11.) für EUR 4 im NYX an der Theke.

Ich freue mich auf Euch,

Florian

Doppel-Juhuu!

Angespornt durch den zweiten Platz beim Dichterkrieg im Sonic Ballroom in Köln habe ich Sonntag beim Slam von Alexander Bach “The word is not enough” im Blue Shell und beim Koblenzer Reimstein mitgemacht.

Und bei beiden Veranstaltungen ebenfalls den zweiten Platz gemacht. Das ist große Freude, macht Spaß und hebt die Stimmung.

Wörter und so

Neulich ist mir mal aufgefallen, dass wir mit einem ehr als klein und krebsig zu bezeichnenden Wortschatz um uns werfen um so etwas zu versuchen wie kommunizieren.

Ich bin fast geneigt zu sagen, dass der deutsche Wortschatz ärmlich und ein wenig räudig ist. Räudig hat zwar recht wenig mit Sprache zu tun, auch sonst ist räudig eher in einer thematischen Nische zu finden, nämlich als Adjektiv der Krankheit Räude, hervorgerufen durch wahrscheinlich nichts ahnende Krätzmilben, vorzugsweise bei Hunden.

Aber, und da sind wir wieder beim Thema, warum nicht dieses fabelhaft lautmalerische Wort „räudig“ auch auf andere Objekte beziehen, die ihrerseits so aussehen, als wären sie von der miesen Milbe befallen und bereits von ihr destaströs benagt worden? hier weiterlesen

Juhuu!

Juhuu, heissa und große Freude obendrein. Ich habe seit längerer Abstinenz mal wieder an einem Poetry-Slam teilgenommen und justament den zweiten Platz gewonnen!

In Köln war’s, beim Dichterkrieg, famos arrangiert und durchgeführt von der charmanten Esther von zur Mühlen und dem wunderbaren Christian Bartel.

Ein schöner Abend war’s.

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