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Bringin’ Kartoffelsalat to NY

Ach wie schön. Ein kleiner Traum wird wahr, ich habe im rennomierten “Bowery Poetry Club” in New York gelesen. Im Rahmen des Ausscheidungs-Slams für den gesamt-USA-Poetry Slam, der kurz danach in Boston stattfand. Quasi als Special-Guest from Germany.

Mitgebracht habe ich die englische Version von “Frauen sind wie Kartoffelsalat” und was soll ich sagen: Es hat ihnen gefallen. Mir auch.
Nicht zuletzt weil der DJ des Poetry-Slams vom Vortag (bei dem ich auch aufgetreten bin) im Poetry-Club der Barmann war und mir einen laaangen Abend beschert hat, nicht nur, weil nach dem Slam eine unglaubliche Burlesque-Show stattfand (also amerikanisch-prüder Retro-Strip) sondern ganz allgemein, weil da alle so nett sind. Ich komme wieder.

Mein erstes 1-Mann Hörspiel

Nachdem ich gerade das vierte Hörbuch in diesem Jahr einspreche, dachte ich mir, dass ich nun auch meine andere große Hör-Leidenschaft angehen könnte: Das Hörspiel! Und weil ich meine Lesebühnen-Texte ja auch selbst schreibe, habe ich kurzerhand ein Drehbuch mit ein paar Protagonisten geschrieben um mich auf dem Gebiet Hörspiel austoben zu können. Und was soll ich sagen: Es macht wahnsinnig viel Spaß.

Ein Hörspiel lebt nicht zuletzt von der Musik und nach längerer Suche im Internet bin ich auf dynamedion aufmerksam geworden. Die komponieren, arrangieren und produzieren Musik und Effekte für Multimedia-Spiele und die gesamte Medienlandschaft. Und zwar in ganz großem Stil, mit komplettem Orchester und so…

Und weil man gut erzogen wurde und selbst nicht möchte, dass das geistige Eigentum ohne zu fragen verwendet wird, habe ich bei dynamedion höflich gefragt. Und da es ja ein ganz persönliches non-profit-Ding ist, haben die nix dagegen gehabt. Find ich ganz toll!

Und hier ist das Werk:

Doyle & Bronko, Folge 1: Der Bohrer

Es geht um einen nicht ganz koscheren Zahnarzt, in dessen Praxis nicht alles mit rechten Dingen zugeht… Es kommt ein Agent drin vor, ein Rocker, eine dralle Krankenschwester und ein Angsthase. Ach ja, und der Zahnarzt… Noch Fragen? Viel Spaß!

 
 Doyle & Bronko, Folge 1: Der Bohrer: Play Now | Play in Popup | Download

Eine kleine Sneak-Preview…

… vom nächsten Hörbuch hab ich hier für Euch. “Gimme da Life” ist fertig gemastert, die Musik ist drunter und das Ganze ist auf dem Weg zum Presswerk. Exklusiv und nur hier habe ich einen “Trailer” des Buchs und das erste Kapitel. Auf dass es Euch Lust auf mehr mache! Mir hat das Einsprechen jedenfalls wahnsinnig viel Spaß gemacht, Danke an der Stelle dem Autor NOWO und dem ACTION Verlag.

Erst mal das Cover:

Hier der Trailer und Kapitel 1:

 
 Gimme da Life - Trailer: Play Now | Play in Popup | Download

 
 Standard Podcast: Play Now | Play in Popup | Download

Ein Dankeschön an alle Käufer

… des Hörbuchs “Leih mir Dein Leben”, in dem ich die Charaktere stimmlich zum Leben erwecken durfte. Mittlerweile ist das Hörbuch bei audible mal auf Platz vier, mal auf Platz fünf und das erfüllt mich ganz schön mit Freude!

Als kleinen Anreiz für all die, die mit dem Download noch zögern, stelle ich hier den kompletten Prolog und einen großen Teil des ersten Kapitels zur Belauschung ins Netz. Viel Spaß mit Klaus “Schraube” Bollmann:

 
 Leih mir Dein Leben - Prolog: Play Now | Play in Popup | Download

 
 Leih mir Dein Leben - Kapitel 1: Play Now | Play in Popup | Download

Ein Taumel der Gefühle

Ein Taumel der Gefühle

Man sollte nicht nur sehenden Auges und lauschenden Ohres durch die Gegend tapern, auch die Gefühlswelt sollte konzentriert unter die Lupe genommen werden, wenn man sich unter den Mitmenschen tummelt. Nicht nur lassen sich so frappierende Gespräche erlauschen und interessantes bis gruseliges beäugen, auch die eigene Gefühlswelt lässt ein Auf und Ab zu, wie es sonst nur die wilde Wutz schafft, das ist eine Achterbahn im Westerwald.
Heute durchlebte ich also ein solches Wechselbad der Gefühle, nein, es war mehr, es war eine Art emotionale Kneippkur.
Ich saß in der Bahn und belauschte zwei von der Pubertät so richtig schön in die Mangel genommene Mädels, zwei vielleicht 15jährige Wuchtbrummen. Wobei man das Alter heute kaum noch richtig einschätzen kann, vielleicht waren sie auch erst 12, hatten aber schon eine Flatrate beim Kosmetikstand von Woolworth. Jedenfalls sondierten die beiden gerade das Terrain nach möglichen Knusperpartnern für Cheyenne, das war die mit dem Button „Nie wieder Jungfrau“ auf der zu kurzen Jacke. Es war so in der Art der folgende Dialog zu hören: „Ey und der da? Der is doch auch voll süß.“ „Ey spinnst Du, der ist doch voll behindert, der hat bestimmt noch nicht mal eine Playstation3, Guck dir mal die Schuhe an, so voll Mongo, ey, weißtwasischmeine!?“ Die andere, die mal flink Scarlett taufe, kichtere und lachte ein bisschen, oder um in der Sprache der beiden jungen Damen zu bleiben: LOL.
Doch Scarlett blieb am Ball und schlug ihrer Freundin noch ein paar andere aber auch nicht würdige zukünftige Exfreunde vor. Es kam, wie es kommen musste, irgendwann war auch ich an der Reihe und Scarlett sagte zu Cheyenne: Den restlichen Eintrag lesen »

Das war ein dufter Slam in Deutz

Vielen Dank an alle Beteiligten, an Deutz-Kultur e.V, an die Gäste im Brauhaus ohne Namen und an erster Stelle an die Slamer!

Es war schön, das Publikum hat Spaß gehabt und das Brauhaus hat gesehen, was es heißt wenn eine kleine Horde Slamer Freigetränke bekommen. Hier ein paar kleine Impressionen, einschließlich dem Überbleibsel von Michails fantastisch einglegten Rindfleisch aus Russland.

Juhuu, mein erstes Hörbuch ist da!

Es hat etwas gedauert, war ein Riesenspaß, es ist ein tolles Buch und nun ist es im Handel:

“Leih mir Dein Leben” von Ralf Arndt, Arnold Glassmacher und Andy Lettau und von mir gesprochen.

Kritikerstimmen gibt es auch schon (zum Buch):

Eine top-aktuelles, brisantes Thema, in eine tragisch-komische Form gebracht
–Neue Ruhr Zeitung

Entwickelt sich zum Geheimtipp
–Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Ein Buch mit vielen verschiedenen Rollen, die mit Leben zu füllen eine wahre Wonne war. Ihr könnt es herunterladen bei audible und dort am besten auch gleich bewerten.

Hier ist ein kleiner Ausschnitt aus dem Prolog:

 
 Leih mir Dein Leben - Prolog Ausschnitt 1: Play Now | Play in Popup | Download

 
 Leih mir Dein Leben - Prolog Ausschnitt 2: Play Now | Play in Popup | Download

Viel Spaß beim Hören!

Nachtigall, ick hör dir trapsen…

Naja, stimmt nicht so ganz. Alle Vöglein sind schon da, zurück aus ihrem Winterdomizil im Süden bei Halbpension und Poolanimation.
Heute morgen allerdings hörte ich ein Vögelchen, das original wie der knubbelige R2D2 aus StarWars klang. Ich nehme mal an, er hat alle 5 Teile im Bordprogramm auf dem Rückflug gesehen.
Es war allerdings keine Nachtigall sondern eine Lerche, sagt der ornithologische Klugscheißer in mir.
So. Zeigefinger wieder runternehmen und weitermachen.

Aber schön ist es nicht…

Okay. Kurz, aber auch nur ganz kurz möchte ich mich auch mal über das Wetter auslassen. Aber nur dieses eine Mal. Denn ich finde es elend, müßig und überaus fad, wenn sich die Menschen über das Wetter auslassen, als ob es zum Vorstand von Porsche gehört oder als ob “Arcandor” auf des Wetters Visitenkarte stünde. “Das ist doch kein Sommer!”, höre ich jetzt schon wieder mit erhobenem Zeigefinger und mit Vorwurf in der Stimme flatternd poltern. “Ich glaube, wir hatten noch keinen wirklich schönen Tag dieses Jahr!”. Stimmt nicht und wenn, dann ist es auch egal.
Ich bin sicher kein Freund von gesellschaftlicher Duldungsstarre und Duckmäusertum, geschweigedenn von opportunistischem Heischen, aber beim Thema Wetter gilt es doch nun wirklich einfach mit den Schultern zu zucken, einen beherzten Griff in den Kleiderschrank und, wenn von Nöten, einen ähnlich beherzten Griff zum Regenschirm. Dran ändern können wir eh nix, es sei denn wir sind Michi Ballack, der in der aktuellen Werbung seine handverlesenen Hirnzellen um sein nächstes Urlaubsziel kreisen lässt. Der und ein paar andere könenn das nämlich: Rausgucken, Regen sehen, zum Flughafen fahren und dahin fliegen, “wo’s endlich mal nicht regnet” (O-Ton eines Vollprolls gestern in der U-Bahn).

Die meisten können das nicht und ziehen ien mürrisches Gesicht, wenn sie durch den Regen stapfen oder ihr neu erstandenes Netzhemd immer noch nicht anziehen können, weil’s zu kalt ist.
Ein mürrisches Gesicht kann ja ziehen, macht ja nichts. Aber bitte nicht über das Wetter jammern oder gar halsen/beschimpfen. Denn zum Beschimpfen bedarf es eines Rezipienten. Den finden wir allerallerhöchstens auf der Liste der Umweltverschmutzer. Wir könnten also China beschimpfen, aber da gibt es meiner Meinung nach noch ein paar andere Punkte auf der Liste, bevor mich bei China über Umweltverschmutzung auslasse. Nicht viele Punkte, aber immerhin.
Immerhin kann man ja auch auf die Sonnenbank gehen, wenn man durch geschicktes Umfärben der Haut ein Sommergefühl erzeugen möchte, kann dies schon nicht die Jahreszeit erreichen. Ist zwar auch nicht gut, aber da ist ja jeder für sich selbst verantwortlich.
Vermieden werden sollte in diesem Zusammenhang alldings die “Mystik Tan Spray Kabine”. Allein schon ob der hanebüchenen englischen Orthographie. Denn schön ist das nicht:

Die Natur hat die Faxen dicke!

Während ich diese Zeilen schreibe, verdunkelt sich da draußen der Himmel, Bäume werden in Sturmböen herumgeworfen, Regen peitscht fast waagerecht durch die Luft, Blitze durchzucken den Himmel, ein Kleinwagen fliegt am Balkon vorbei und auf dem Nachbargrundstück tut sich die Erde auf und brodelndes Magma bahnt sich seinen Weg durch den Rhododendron. Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber das wird noch.

Die Natur zeigt uns immer wieder gerne, was sie drauf hat und dass sie sich sich nicht alles gefallen lässt. Es kommt mir immer mehr so vor, als streckte sie uns hämisch grinsend den Mittelfinger ins Gesicht und holt mit der anderen Hand ein paar kindskopfgroße Hagelkörner aus dem Jutebeutel.

Anfang Juli wird in Baden-Württemberg Schnee geschippt und in Sachsen-Anhalt muss nun wohl oder über auch die letzte Jungglatze schwimmen lernen für den Weg ins JuZe. Das sind alles Zeichen die die Natur setzt, wenn wir sie der Einfachheit halber mal eben personalisieren. So wird es eh bald auf der BILD-Zeitung prangen: “He Natur, es reicht! Mach mal wieder Sommer!”. Putzig.

Hier in Ehrenfeld hat die Natur aber schon vor geraumer Zeit gezeigt, dass sie nicht mehr auf Kuscheln aus ist. Vielleicht wurde es übersehen, wahrscheinlich ignoriert. Hätte mal jemand ein paar Jahre früher das folgende Bild beim Klimagipfel gezeigt, hätte es vielleicht dafür gesorgt, dass man etwas früher auf die Natur zugegangen wäre und auch mal gefragt hätte: “Na? Wie geht’s?”

Dieser Baum sagt doch mit aller Deutlichkeit: “Fass mich nicht an!” Hätte man mal auf ihn gehört…


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